Rechtsanwalt für Kündigung in Darmstadt

Eine Kündigung durch den Arbeitgeber kommt für Arbeitnehmer oft unerwartet und stellt für den Betroffenen einen gravierenden Einschnitt im Leben dar. Bei einer Kündigung handelt es sich um eine einseitige empfangsbedürftige Willenserklärung. Das heißt, für die Wirksamkeit bedarf es nicht der Mitwirkung beider Vertragsparteien. Es reicht, dass dem Gekündigten die Kündigung zugestellt wird. Das heißt aber natürlich nicht, dass Sie nicht gegen die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses vonseiten des Arbeitgebers vorgehen können. Sollten Sie gekündigt werden, wenden Sie sich sofort an Ihren Rechtsanwalt für Kündigung in Darmstadt. Als Arbeitnehmeranwalt bin ich ausschließlich auf das Arbeitsrecht spezialisiert und unterstütze Arbeitnehmer dabei, ihr Recht durchzusetzen. Nehmen Sie Kontakt auf – ich stehe Ihnen gerne zur Verfügung.

Bei Kündigung: sofort Ihren Rechtsanwalt in Darmstadt kontaktieren

Kontaktieren Sie bitte unverzüglich nach Erhalt der schriftlichen Kündigung einen Rechtsanwalt, am besten einen Fachanwalt für Arbeitsrecht. Die Kündigung ist schnellstmöglich darauf zu überprüfen, ob sie ordnungsgemäß von zur Kündigung befugten Personen ausgesprochen wurde oder ob gegebenenfalls eine Vollmachtsrüge mit Zurückweisung der Kündigung infrage kommt.

Zudem gelten im Arbeitsrecht strenge Fristen, die Sie bei einer Kündigung einhalten müssen. Nur die fristgerechte Erhebung einer Kündigungsschutzklage wahrt Ihr Recht auf den Arbeitsplatz bzw. eröffnet Ihnen die Möglichkeit, eine Abfindung zu erzielen.

Welche Kündigungsgründe kann es geben?

Ein Arbeitnehmer kann nicht aus beliebigen Gründen gekündigt werden. Für eine ordentliche Kündigung gibt es verschiedene Optionen: Zum einen ist die betriebsbedingte Kündigung möglich, wenn betriebliche Erfordernisse die Entlassung notwendig machen. Eine andere Option ist die personenbedingte Kündigung, wenn der Arbeitnehmer den Arbeitsvertrag nicht mehr erfüllen kann. Das kann zum Beispiel krankheitsbedingt der Fall sein. Eine verhaltensbedingte Kündigung liegt vor, wenn der Arbeitnehmer gegen Pflichten aus seinem Vertrag verstößt, sodass dem Arbeitgeber die Weiterbeschäftigung nicht mehr zuzumuten ist. Diese kann ebenfalls als ordentliche, aber auch als außerordentliche – und oft fristlose – Kündigung ausgesprochen werden.

Ob die Kündigung tatsächlich rechtens ist, hängt also davon ab, ob einer dieser Gründe vorliegt. Lassen Sie das auf jeden Fall von einem Rechtsanwalt mit Spezialisierung auf Kündigungen prüfen!

Kündigungsschutzklage

Durch das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) wird dem Arbeitgeber in Deutschland die ordentliche Kündigung eines Arbeitnehmers erschwert. Dieser Kündigungsschutz stellt eine Absicherung für den Arbeitnehmer dar, um gegen unrechtmäßige Kündigungen vorgehen zu können. Im Kündigungsschutzgesetz ist auch geregelt, wie Sie Kündigungsschutzklage erheben können.

Erhalten Sie eine schriftliche Kündigung, haben Sie gemäß § 4 KSchG drei Wochen Zeit nach Zugang der Kündigung, um Kündigungsschutzklage zu erheben. Diese dreiwöchige Frist kann gegebenenfalls gemäß § 5 KSchG um zwei Wochen verlängert werden, wenn der Arbeitnehmer zum Beispiel aufgrund des Zugangs der Kündigung während des Urlaubs nicht in der Lage war, rechtzeitig Kündigungsschutzklage zu erheben.

Wenn Sie mit Ihrer Kündigungsschutzklage erfolgreich sind, kann das Arbeitsverhältnis fortgesetzt werden. Sie können jedoch auch aufgrund von erfolgreich zu führenden Verhandlungen über die Beendigung des Arbeitsverhältnisses einen gerichtlichen Vergleich mit Zahlung einer Abfindung vereinbaren. Dies wird in der Praxis regelmäßig so gehandhabt, da viele Arbeitnehmer nach Erhalt einer Kündigung nicht mehr bei ihrem Arbeitgeber weiter arbeiten möchten.

Aufhebungsvertrag und Abwicklungsvertrag

Eine Möglichkeit für den Arbeitgeber, den Kündigungsschutz zu umgehen, ist der Aufhebungsvertrag. Darin kann die einvernehmliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses ohne die Beachtung von Fristen festgelegt werden. Als Ausgleich für den Arbeitnehmer werden in einem solchen Aufhebungsvertrag in der Regel Abfindungszahlungen vereinbart. Ähnlich verhält es sich bei einem Abwicklungsvertrag: Dieser regelt die gleichen Modalitäten wie der Aufhebungsvertrag, löst aber das Arbeitsverhältnis nicht selbst auf. Stattdessen geschieht dies durch eine zeitlich vorgeschaltete Kündigung durch den Arbeitgeber oder einen anderen Beendigungsgrund.

Um sicherzugehen, dass ein solcher Aufhebungs- oder Abwicklungsvertrag fair gestaltet ist und Ihnen eine angemessene Abfindung zugesprochen wird, sollten Sie sich auch hierbei von einem Rechtsanwalt für Kündigung beraten lassen. Ich unterstütze Sie in Darmstadt dabei, den Vertrag genau zu prüfen und zu Ihren Gunsten anzupassen. Vereinbaren Sie einen Beratungstermin!

Lohnt sich eine Klage gegen die Kündigung?

Es ist nicht immer sinnvoll, gegen eine Kündigung vorzugehen, da in manchen Fällen die Erfolgschancen sehr gering sind. Dennoch sollten Sie die Möglichkeiten schnell ausloten, um zu wissen, wie Sie am besten vorgehen. Eine Kündigungsschutzklage einzulegen lohnt sich dann, wenn konkrete Unwirksamkeitsgründe vorliegen, aufgrund derer eine fristgerechte oder fristlose Kündigung nicht gerechtfertigt ist. Wann solche Gründe gegeben sind, basiert auf dem Arbeitsvertrag, der die Rechtsgrundlage darstellt. Darüber hinaus kann es vorkommen, dass der Arbeitgeber formale Fehler macht, die eine Anfechtung der Kündigung zulassen.

Bei Erhalt einer schriftlichen Kündigung gemäß § 1a KSchG (eher seltener Ausnahmefall) sollten Sie ebenfalls unverzüglich innerhalb der Dreiwochenfrist des § 4 KSchG prüfen lassen, ob sich die Erhebung einer Kündigungsschutzklage lohnt. In allen Fällen stehe ich Ihnen als Rechtsanwalt bei einer Kündigung zur Seite und unterstütze Sie.

Kündigungsschutzklage: transparente Beratung zu den Erfolgsaussichten

Wie oben beschrieben, ist die Erhebung einer Kündigungsschutzklage nicht immer erfolgreich. Deshalb sollten Sie sofort nach Erhalt der Kündigung mit einem Spezialisten für Arbeitsrecht über die Erfolgsaussichten sprechen, um Ihre Rechte zu sichern. Als Fachanwalt für Arbeitsrecht verfüge ich über langjährige Erfahrung in diesem Rechtsgebiet und kann Ihnen eine genaue Einschätzung geben, ob Sie gegen die Kündigung vorgehen können. Eventuell besteht auch die Option, eine außergerichtliche Einigung zu erzielen. In manchen Fällen bleibt Ihnen leider nichts anderes übrig, als die Kündigung zu akzeptieren, wenn die Rechtsgrundlage dies rechtfertigt.

Nächste Schritte nach einer Kündigung: Rechtsanwalt Bär informiert

Neben dem fristgerechten Einreichen der Kündigungsschutzklage gibt es weitere Schritte, die Sie nach Erhalt einer Kündigung einleiten müssen. Wichtig ist es, dass Sie sich zügig, spätestens innerhalb von drei Monaten vor dem voraussichtlichen Ende des Arbeitsverhältnisses, bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend melden. Sofern Sie weniger als drei Monate vor Ende des Arbeitsverhältnisses die Kündigung erhalten, sollten Sie sich innerhalb von drei Tagen arbeitssuchend melden. Spätestens am ersten Tag ohne Beschäftigung müssen Sie sich dann persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos melden. Das ist die Voraussetzung dafür, dass Sie Arbeitslosengeld beziehen können.

Kontaktieren Sie bei einer Kündigung Ihren Rechtsanwalt in Darmstadt

Als ausschließlich auf Arbeitsrecht spezialisierter Arbeitnehmeranwalt mit mehr als 19 Jahren Berufserfahrung stehe ich Ihnen durchsetzungsstark und kompetent zur Beratung und Durchsetzung Ihres Rechts nach Erhalt einer Kündigung bei. Hierbei berücksichtige ich, stets transparent, Ihre wirtschaftlichen Interessen. Zögern Sie nicht, nach Eingang einer Kündigung unverzüglich einen Termin zu vereinbaren. Nur so können Sie sichergehen, dass Sie keine Fristen verpassen und zum Beispiel Kündigungsschutzklage erheben oder einen Aufhebungsvertrag abschließen können.

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